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Von der Sonnenenergie zum Strom: Wie funktioniert Photovoltaik?

  • juergenresch4
  • 21. Jan. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Juni

Immer mehr Hausbesitzer in Österreich setzen auf eine eigene Photovoltaikanlage mit Stromspeicher. Die Gründe sind klar: steigende Strompreise und steigende Netzgebühren, mehr Unabhängigkeit, sicheres Investment und langfristige Planungssicherheit.


Doch wie funktioniert Photovoltaik eigentlich genau? Und wann lohnt sich eine PV-Anlage mit Speicher wirklich?


Was ist Photovoltaik und wie funktioniert sie?


Die Nutzung von Sonnenenergie ist längst keine Zukunftstechnologie mehr, sondern ein zentraler Baustein moderner Energieversorgung. Doch wie genau funktioniert Photovoltaik eigentlich? Welche Komponenten sind entscheidend? Und wann lohnt sich eine Anlage wirklich?


In diesem Beitrag erklären wir die Technik verständlich, aber fundiert – und zeigen, worauf es in der Praxis ankommt.


Was bedeutet Photovoltaik?


Infografik zur Photovoltaik Funktion mit PV-Anlage und Speicher in der Steiermark

Der Begriff Photovoltaik setzt sich aus dem griechischen „phos“ (Licht) und der Einheit „Volt“ (elektrische Spannung) zusammen. Gemeint ist die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom – ohne mechanische oder thermische Zwischenschritte.


Eine Photovoltaikanlage besteht im Wesentlichen aus:

  • Solarmodulen (zur Stromerzeugung)

  • Wechselrichter (zur Umwandlung in nutzbaren Haushaltsstrom)

  • Montagesystem

  • optional: Stromspeicher

  • optional: Energiemanagementsystem


Je nach Anwendungsfall unterscheidet man:

  • Aufdachanlagen (Bestandsgebäude)

  • Indachanlagen (integrierte Lösungen)

  • Freiflächenanlagen

  • Balkonkraftwerke (Stecker-Solargeräte)


Der photovoltaische Effekt?


Das Herzstück jeder Anlage ist die Solarzelle, meist aus hochreinem Silizium gefertigt.


Silizium wird gezielt dotiert:

  • P-Typ-Silizium (Elektronenmangel)

  • N-Typ-Silizium (Elektronenüberschuss)


Zwischen beiden Schichten entsteht ein p-n-Übergang mit internem elektrischem Feld.

Trifft Sonnenlicht auf die Zelle:


  1. Photonen übertragen Energie auf Elektronen.

  2. Elektronen lösen sich aus ihrer Bindung.

  3. Das elektrische Feld trennt Ladungen.

  4. Über äußere Leiterbahnen fließt Gleichstrom.


Dieser Prozess läuft geräuschlos ab.


Grafische Darstellung der Photovoltaik-Funktionsweise – wie Solarzellen Sonnenenergie in eigenen Strom für Haushalte in der Steiermark umwandeln und Energiekosten nachhaltig senken.

Moderne Module erreichen heute Wirkungsgrade von 20–23 %. Die typische Herstellergarantien liegt bei 15 – 25 Jahren.


Studien und Analysen zeigen, dass Glas-Glas-PV-Module im Vergleich zu herkömmlichen Glas-Folie-Modulen eine deutlich längere Lebensdauer und geringere Degradationsrate aufweisen – typischerweise 30 Jahre oder mehr, oft mit Potenzial bis über 40 Jahre bei guter Montage und günstigen Standortbedingungen.


Es ist wichtig zu beachten, dass die Effizienz der Photovoltaikzellen von verschiedenen Faktoren abhängt, wie z.B. der Qualität des verwendeten Siliziums, der Größe und Ausrichtung der Zellen und den Wetterbedingungen.



Vom Gleichstrom zum Haushaltsstrom


Der erzeugte Strom ist zunächst Gleichstrom (DC). Haushalte benötigen jedoch Wechselstrom (AC).


Ein Wechselrichter übernimmt daher:

  • Umwandlung von DC in AC

  • Leistungsoptimierung (MPP-Tracking)

  • Netzüberwachung

  • Einspeisemanagement


Moderne Geräte ermöglichen zusätzlich:

  • App-Überwachung

  • Lastmanagement

  • Einbindung von Stromspeichern

  • Anbindung von Wärmepumpen oder Wallboxen


Der erzeugte Strom wird dann durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt, der für den Einsatz in Wohnungen und Gebäuden verwendet werden kann. Durch Smart Home Steuerung und Energiemanagement kann der Eigenverbrauch im Haushalt deutlich erhöht werden.

Überschüssiger Strom kann in Batterien gespeichert werden oder ins Stromnetz eingespeist werden.


Photovoltaik mit Speicher – mehr Eigenverbrauch


In der Praxis wird tagsüber oft mehr Strom produziert als unmittelbar verbraucht wird.


Ein Stromspeicher:

  • speichert Überschussstrom

  • stellt Energie abends oder nachts bereit

  • erhöht die Eigenverbrauchsquote deutlich


Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch meist bei 25–35 %.Mit Speicher kann er – abhängig vom Verbrauchsprofil – auf 60–75 % steigen.

Gerade bei Haushalten mit Wärmepumpe oder Elektroauto ist das wirtschaftlich interessant.


Gut zu Wissen: In Österreich werden derzeit nur Photovoltaikanlagen mit Speicher gefördert!


Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage in der Steiermark?

Wie funktioniert Photovoltaik?

In Österreich kann man – je nach Standort – mit etwa 950 – 1.250 kWh pro kWp und Jahr rechnen.


Beispiel:

  • 8 kWp Anlage → ca. 7.600 – 9.500 kWh jährlich

  • 10 kWp Anlage → ca. 9.500–12.000 kWh jährlich


Entscheidend sind:


  • Dachausrichtung (Süd optimal, Ost/West wirtschaftlich sinnvoll)

  • Geographischer Standort

  • Dachneigung (ideal 30–35°)

  • Verschattungssituation

  • Modulqualität

  • Temperaturkoeffizient

  • Wechselrichterauslegung


Gerade in der Steiermark ist das Potenzial besonders hoch.


PV-Anlage fürs Einfamilienhaus: So findest du die passende Größe


Eine Photovoltaikanlage rechnet sich grundsätzlich umso schneller, je höher der jährliche Stromverbrauch ist. Entscheidend ist dabei nicht nur die Gesamtmenge, sondern auch wann der Strom verbraucht wird.


🔎 Grobe Orientierung:

  • Unter 2500 kWh/Jahr → hier sind meinst Balkonkraftwerke am sinnvolsten

  • Ab 2.500 kWh/Jahr → Wirtschaftlichkeit eingeschränkt, kleinere Anlagen oder Balkonkraftwerke sinnvoll

  • Ab 4.000–5.000 kWh/Jahr → meist sehr gute Ausgangsbasis

  • Über 6.000 kWh/Jahr → sofortiger Handlungsbedarf, besonders attraktiv


Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Steiermark liegt häufig zwischen 4.000 und 6.000 kWh pro Jahr – hier ist eine PV-Anlage in der Regel wirtschaftlich sinnvoll dimensionierbar.


Konkrete Vorteile einer Photovoltaikanlage


Wirtschaftlichkeit

  • Reduktion der Stromkosten

  • Planbare Energiekosten

  • Schutz vor steigenden Netzgebühren, sowie steigenden Strompreisen

  • Wertsteigerung der Immobilie

  • Investment mit einer hohen Rendite


Umwelt

  • CO₂-Reduktion

  • Dezentrale Energieerzeugung

  • Beitrag zur Energiewende


Unabhängigkeit

  • Reduzierung der Netzabhängigkeit

  • Absicherung gegen Energiepreisschwankungen

  • Kombination mit Speicher und E-Mobilität


Wie funktioniert Photovoltaik?

In diesem Blogbeitrag haben wir uns mit den Grundlagen der Photovoltaik beschäftigt und erklärt, wie sie funktioniert und welche Vorteile sie bietet. Photovoltaik ist eine wichtige Technologie im Bereich erneuerbare Energien und trägt zur Verringerung von Treibhausgasemissionen bei. Es gibt auch langfristige Kosteneinsparungen, die durch die Installation von Photovoltaik-Systemen erreicht werden können. Es ist wichtig zu beachten, dass die Effizienz von Photovoltaik-Systemen von verschiedenen Faktoren abhängt, wie z.B. der Qualität des verwendeten Siliziums, der Größe und Ausrichtung der Zellen und den Wetterbedingungen.


Sie möchten wissen, welche Vorteile ein Photovoltaikanlage für Sie konkret bringt?

Gerne beraten wir Sie! Hier kostenlos anfragen oder Formular ausfüllen!


 
 
 

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